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Perspektivenwechsel mit coach4success

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann."

Dieser Blog soll Impuls und Anregung für einen Perspektivenwechsel sein.

Lesenswerte Literatur: Fish!

Allgemein Posted on Sa, Februar 09, 2019 18:39:15

Es gibt Bücher, die sind – fallen sie einem nach vielen Jahren vom Bücherregal wieder in die Hände – so inspirierend, wie beim ersten Lesen.

Fish! von Stephen C. Lundin, Harry Paul und John Christensen (1995/2001) ist so ein Buch.

Reale Vorlage zum Buch sind die Fischverkäufer auf dem Pike Place Fischmarkt in Seattle. Die Autoren haben auf 126 Seiten das Erfolgsgeheimnis von Pike Place in eine fiktive Geschichte für Führungskräfte und Teamleiter zusammengefasst:

1. Sei präsent!

2. Wähle deine Einstellung!

3. Bereite anderen eine Freude!

4. Spiele!

Sei präsent! Klingt einfach, ist es aber nicht. Schnell nochmal die mails checken, im Gespräch erinnert das Smartphone schon an den nächsten Termin, während die Kinder von ihren Erlebnissen berichten, gehen wir gedanklich die Einkaufsliste durch. Multitasking, der Mythos der Computerwelt, ist auch dort schon lange tot bzw. hat nie existiert. In Yoga- und Meditationsstunden lernen wir wieder im Hier und Jetzt zu sein. Wann haben wir dieses Zeitgefühl verloren?

Wähle deine Einstellung! Ja, wir haben immer ein Wahl und unsere Einstellung zu wählen ist gelebte Autonomie. Unsere Einstellung zur Arbeit, zu Ärgernissen und Problemen können wir immer neu wählen. Die Fischverkäufer drückten es so aus: „Wenn du machst was du machst – was bist du in diesem Moment? Bist du ungeduldig und gelangweilt oder bist du weltberühmt? Als jemand, der weltberühmt ist, wirst du ganz anders auftreten.“ – Was wollen wir sein? DU HAST DIE WAHL!

Bereite anderen ein Freude! Oft sind es Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Wem könnten Sie eine Freude bereiten? Wie können Sie Kunden, Kollegen, Mitarbeitern eine Freude bereiten? Die Fischverkäufer von Pike Place wollen mit ihren Interaktionen den Einkauf und Besuch bei Ihnen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Wem wollen Sie morgen eine Freude bereiten?

Spiele! „Spielen ist nicht nur eine Form der Beschäftigung, sondern eine Befindlichkeit. Spielen ist Kreativität, die neue Energien freisetzt.“ Nehmen Sie mal einen anderen Weg zur Arbeit, brechen Sie mal die Regel, haben Sie Mut, Neues auszuprobieren. Gelassenheit und Heiterkeit, Spaß und Freude gehen unter Druck und in Stresssituationen schnell verloren. Manchmal reicht es, sein Gegenüber zum Lachen zu bringen. Probieren Sie es aus!


Literatur:
Fish! Ein ungewöhnliches Motivationsbuch: Lundin, Paul, Christensen. Ueberreuter Wirtschaft 2001.



Warum wir zusammen Handeln

Team Posted on Di, März 27, 2018 19:39:18


In Teams zusammen zu arbeiten ist mit dem Begriff Teamfähigkeit heute eine Standard-Qualifikation im Lebenslauf und angestrebtes Ziel von Führungskräften für die Mitarbeiter. Wissenschaftlich belegbar sind Forschungsergebnisse in beide Richtungen: Bessere Teamergebnisse in Problemsituationen, nur 80 % Einzelleistung für Routineaufgaben in Teams, ideale Umwelt für Minderleister?

Wie und warum funktioniert Teamarbeit?

Menschen handeln als Individuen zielgerichtet und entscheiden nach subjektiven Urteilen. Zielgerichtetes Handeln von Teams oder Arbeitsgruppen bedarf einer Zielvorgabe oder eines durch Konsens gefundenes, akzeptiertes Zieles. Der Sozialphilosoph Ludwig von Mises ist vor fast 100 Jahren zu dem Ergebnis gekommen, dass Kollektive nur aufgrund von freiwilliger Kooperation oder aufgrund von Zwang gemeinsam handeln.

Der Zwang zur Zusammenarbeit von Menschen in Arbeitsgruppen liegt in der Organisation und in der strukturellen Arbeitsteilung im Unternehmen vor. Zwang bedeutet für die Führungskraft Vorgabe von Zielen, Kontrolle von Ergebnissen, Motivation und Sanktion. Zwang ist für Menschen mit Unfreiheit verbunden, führt eher zu mittelmäßigen Ergebnissen und zu Resignation.

Freiwillige Kooperation in einem Team – auch wenn dieses auf der Organisationsebene strukturell vorgegeben wird – bedeutet für den einzelnen Menschen, erkannt zu haben, dass der Einzelne im Team durch Arbeitsteilung besser seine Ziele erreichen kann.

Daraus ergeben sich folgende Prämissen für optimale Zusammenarbeit in Teams:

# Teamziele, die als Richtlinie allen bekannt und von allen akzeptiert sind
# offen kommunizierte Arbeitsteilung und Verantwortungen – jeder bringt seine Stärke, seine Kompetenzen ein – Achtung! Divergenz von Eigenbild und Fremdbild!
# Organisationsstruktur für echte Teams schaffen
# Team-Reflexion zur freiwilligen Kooperation im Team
# Unterstützung bei der Konfliktklärung anbieten
# Teamerfolge würdigen, feiern – jeder hat dazu beigetragen
# Teams auch auflösen, verändern oder in Arbeitsgruppen überführen, wenn freiwillige Kooperation nicht erreicht werden kann

Das Motto von echten Teams lautet: „Wer nicht kooperiert, der verliert!“

Die Aufgabe der Führungskraft unterscheidet sich für Arbeitsgruppe, oft als Team bezeichnet, und für echte Teams:
Arbeitsgruppen brauchen konkrete Vorgaben und Kontrolle; Eigeninitiative ist hier wenig zu erwarten, die Ergebnisse passen zu den Vorgaben.
Echte Teams brauchen einen Ziel- und Arbeitsrahmen und einen Ansprechpartner bei Problemen und Konflikten, die das Team selbst nicht lösen kann.

Die Basis von echten Teams ist Vertrauen
, Vertrauen von der Führungskraft in die Fähigkeiten des Teams und Vertrauen untereinander.
Vertrauen lässt sich jedoch nicht erzwingen!
Vertrauen lässt sich auch nicht anordnen!
Vertrauen muss geschenkt werden und wachsen dürfen!



Menschliches Handeln

Reflexion Posted on Mi, Januar 10, 2018 21:23:50

Warum Menschen handeln und warum nicht.

Der Jahreswechsel löste bei vielen von uns fast reflexartig
die Frage nach den guten Vorsätzen aus. Von einigen Gesprächspartnern war zu
hören, dass der einzige gute Vorsatz sei, gar keine guten Vorsätze mehr zu
machen – hätte ja doch nie geklappt.

Dieses jährlich wiederkehrende
Standardthema führte mich zur philosophischen Frage „Warum handeln Menschen?
Was sind ihre Gründe, wenn sie nicht handeln?

In der Philosophie – eine Wissenschaft der Reflexion – beginnt jede Überlegung mit einer Klärung der Begriffe:

Handeln wollen wir definieren als zielgerichtete,
freiwillige Aktivität eines Subjekts, das mit Hilfe adäquater Mittel seine
derzeitige Situation in der Zukunft verbessern will. Als Coach reagiere ich
sofort auf die Worte Ziel, freiwillig, Mittel, Zukunft,
verbessern
.

Ziele – konkret formuliert – können
Leuchttürme im Leben sein oder auch nur eine gedankliche Absichtserklärung
bleiben.
Mittel sind meine
vorhandenen oder erforderlichen Ressourcen, um mein Ziel erreichen zu können.
Oh, machen wir hier nicht schon ein Hindernis ausfindig?
Zukunft und verbessern
wer will das nicht? Und hätten wir die anvisierte Verbesserung schon erreicht,
dann wäre handeln ja bereits sinnlos geworden.

Freiwillig? Hier wird es schon schwieriger:
Handeln aus Zwang kennt jeder von uns; denken Sie an gesellschaftliche,
berufliche, familiäre Anforderungen, denen wir folgen „müssen“, sei es aus
Angst vor dem Imageverlust, dem Karriereknick oder dem Konfliktpotential. Es
mag sogar so sein, dass wir häufiger in diesem Sinne unfreiwillig handeln als
uns bewusst ist.

Auch
wenn in der Determinismus-Debatte um diese Willensfreiheit innerhalb der Wissenschaften heftig
diskutiert wird, wollen wir für unsere Überlegung davon ausgehen, dass unseren
Handlungen ein freier Wille vorausgeht. … Und eine Entscheidung zu
handeln oder nicht zu handeln.

Jeder weiß, Entscheidungen zu treffen ist nicht
immer einfach. Erstens muss man vorher einiges Bedenken, also Denken. Zweitens
muss man Argumente und Gegenargumente sammeln, bewerten und eventuelle Folgen
abwägen, also Weiter-Denken. Oft kommt Zeitdruck hinzu.

Aber
letztendlich ist eine Entscheidung eine Wahl, ich muss aus allen Möglichkeiten
eine auswählen und die anderen abwählen. D.h. aber auch, es muss eine Auswahl
an Möglichkeiten geben, um im

Wahlakt meine Wahlfreiheit ausüben zu können. Also braucht Handeln Willensfreiheit und Wahlfreiheit.

Schon wieder Freiheit und
wo bleiben die Gründe fürs Handeln?

Nun ja, hier wird es
schwieriger, weil eine Entscheidung, eine Wahl nach subjektiver Bewertung der
Möglichkeiten von einem Individuum getroffen wird. Diese Wahl basiert auf keiner
objektiven, sondern auf einer subjektiven
Wertsetzung
des Individuums in einer bestimmten Situation zu einem
bestimmten Zeitpunkt. Es könnte also auch sein – und das kennen wir alle – dass
die Entscheidung in veränderter Situation oder zu einem anderen Zeitpunkt auch
anders ausfällt. Der österreichische Ökonom und Sozialphilosoph Ludwig von Mises hat es so formuliert:


„Werturteile sind irrational und subjektiv, man kann sie loben oder tadeln,
billigen oder miss­billigen, doch man kann sie nicht als wahr oder unwahr
bezeichnen.“ (Mises 1940: 53).

Damit wird es aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich, allgemeingültige
Gründe für das menschliche Handeln zu benennen. Ich höre Ihren Einwand: Aber es
gibt psychologische Modelle, beispielsweise die Bedürfnishierarchien nach
Abraham Maslow, oder ökonomisch fundierte Rational Choice Theory (Theorien
der rationalen Wahl) mit dem Ideal
des homo oeconomicus. Diese Modelle basieren jedoch auf empirischen Versuchsanordnungen
im Labor und erfassen nicht die Komplexität des realen Lebens. Hinzu kommt,
wenn wir kurz einen Blick auf die Maslowsche Motivationshierachien werfen, die
starke Normierung der menschlichen Gründe.

„Die letzten Entscheidungen, die Wertungen und Zielsetzungen,
liegen jenseits des Bereichs der Wissenschaft. Die Wissenschaft sagt nicht, wie
man handeln soll; sie zeigt nur, wie man handeln müsste, wenn man Ziele, die
man sich gesetzt hat, erreichen will.“ (Mises 1940:8).

Also keine wissenschaftliche Begründung für das menschliche
Handeln?

Ludwig von Mises legte in seiner
„Letztbegründung der Ökonomik“

mit
der Praxeologie menschliches Handeln bis
auf dessen Grundstruktur eines allgemeinen Handelns frei: Unabhängig von wirtschaftlichem
Kontext, Bedürfniskategorien oder psychologischen Motivationen kommt er zu dem
Ergebnis, dass Handeln nur den Zweck
hat, subjektives Unbefriedigtsein durch individuelles Handeln in einen Zustand
mit geringerem Unbefriedigtsein zu verändern.

Kurz gesagt: Neujahrsvorsätze bleiben solange
Absichtserklärungen bis der Leidensdruck zu einer Veränderung durch
zielgerichtetes Handeln motiviert.

Literatur:

Birgit
Recki: Freiheit. Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte. Hg. v.
Konrad Paul Liessmann. Wien: facultas.wuv 2009.

Ludwig
von Mises: Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens. Genf:
Edition Union Genf 1940.

Rahim
Taghizadegan: Alles, was Sie über die Österreichische Schule der
Nationalökonomie wissen müssen. FinanzBuchVerlag 2017.

Ludwig von Mises: Die Letztbegründung der Ökonomik.
Mises.at 2016.



Wahrheit und Alternative Fakten oder The Danger of a single Story

Reflexion Posted on Fr, März 31, 2017 08:48:59

„Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.“ (Heinz von Foerster)

Der aktuelle Diskurs über Fake-News, Wahrheit, Lüge und alternative Fakten fordert uns auf, erstens über die Begriffe Klarheit zu gewinnen und zweitens über den Prozess der persönlichen Wahrheitsfindung nachzudenken.

Chimamanda Ngozi Adichie’s TED Talk „The Danger of a single Story“ hat meines Erachtens das Potential unsere vorgefassten Meinungen zu erschüttern und Anregungen für einen Perspektivenwechsel zu liefern. 20 Minuten gut investierte Zeit:

https://embed.ted.com/talks/lang/de/chimamanda_adichie_the_danger_of_a_single_story



Teams – vom Sport in die Wirtschaft?

Team Posted on So, Februar 05, 2017 18:41:52


„Für mich bedeutet ein starkes Ego, ein gesundes Ego zu haben,
über die Fähigkeit zu verfügen, sich in eine Gruppe einzufügen.“ (Ralph
Krueger, Trainer der Schweizer Eishockeymannschaft)

Aus der Sportwelt
kennen wir die Erfolge und Misserfolge von Teams. Seit einigen Jahren
wird versucht, dieses Konzept des optimalen Zusammenspiels, der erfolgsversprechenden Zusammenarbeit in
die Wirtschaft zu übertragen. Teamleitung,
Teamsitzungen, Projektteams, Teams wohin man schaut! Doch einer Gruppe von
Menschen, die mehr oder weniger zufällig über einen gewissen Zeitraum
zusammenarbeiten sollen, einen modernen Namen zu geben, ist zu wenig.

Ein
Team ist mehr!
Und
der Eintrittspreis ins Team: Ego parken und an Wert zulegen.

Teams sind eine
Gruppe von Menschen mit verschiedenen Eigenschaften, um etwas Besonderes zu
erreichen. Jeder ist abhängig von den Fähigkeiten des anderen. Jedes Team
muss einen Grund dafür finden, weshalb es überhaupt existiert. Findet
bzw. akzeptiert das Team diesen Grund, dieses Ziel oder diese Vision, findet es
einen gemeinsamen Sinn; die Motivation geschieht automatisch. Zehn Menschen, die
optimal zusammenarbeiten, können die Energie von zwanzig und mehr
Menschen, die alleine arbeiten, erzeugen. Diese Synergie
zeichnet erfolgreiche Teams aus.

Wir müssen Teams
nicht neu erfinden. Bereits die
Geschichte der nordamerikanischen Indianer kann Aufschluss über die nötigen
Voraussetzungen für die Bildung von Synergien in Teams geben:

1. Jedem im Team muss
eine klare Rolle zugewiesen werden. WER macht WAS?

2. Jeder muss das, was
wichtig ist, zum richtigen Zeitpunkt tun. Unterscheide WICHTIG von UNWICHTIG! WANN ist das Zeitfenster zum Handeln verpasst?

3. Kooperation durch
unkomplizierte Kommunikation. face-to-face-talk statt eMail bei ernsthaften und wichtigen Mitteilungen!

4. Gemeinsame Ziele,
Visionen, Träume stellen eine Verbindung zwischen Einsatz und Erfolg her. Jeder
muss einen Zusammenhang zwischen seinem Einsatz und dem ausstehenden Erfolg
sehen
. Diesen Zusammenhang herstellen und vermitteln, das ist Motivation.

5. Ergebnisse sind
wichtiger als der Rang oder die Rolle
, die man spielt. Wenn das Team erfolgreich ist, profitieren alle davon.

Allen Teamleitern ins
Erfolgstagebuch noch folgende Worte geschrieben:

Erwartungen
klären – Spielregeln
erstellen – Sinnfrage
definieren – Kleine
Schritte tun

Jeder der ein Team
leitet, sollte sich nach Abschluss eines Auftrages fragen, ob jeder Einzelne im Team
das Team durch seine Anwesenheit bereichert hat:

Hat sie oder er es
wertvoller gemacht?
Ist der Wert des Teams gestiegen, weil sie oder er dabei war?

Und konfrontieren Sie
auch Ihre MitarbeiterInnen mit diesen Fragen!

Literatur
zum Thema:
„Teamlife
– Über Niederlagen zum Erfolg“, Ralph Krueger,
Redline
Wirtschaft bei Carl Ueberreuter, 2002

Foto: Steve Jurvetson, „Miners“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Bild stammt von www.piqs.de



In jedem Ende liegt ein neuer Anfang!

Reflexion Posted on Mi, Dezember 14, 2016 14:55:40

Dieser Aphorismus des Philosophen Miguel de Unamuno y Yugo passt nicht nur zum bevorstehenden Jahreswechsel. Je länger ich lebe, umso besser kann ich diese Dualität, diese Wechselwirkung verstehen: Das ganze Leben ist permanente Veränderung, jeder Tag ist ein Neubeginn.
Jede Entscheidung kann ein Neubeginn sein.

Greenery – die Pantone-Farbe des Jahres 2017 steht für Neuanfang und Hoffnung. Dieses frische Grün erinnert mich an den Frühling, an Vitalität und Lebenslust. Die Farbe Grün steht aber auch für Neid und Gift, womit wir wieder bei der Dualität unserer begrifflichen Welt wären.

Kein anderes Symbol steht treffender für „Go“ als das Berliner Ampelmädchen,

äh -männchen:

Also freuen wir uns über jeden Neubeginn, dem ein Ende, ein Abschied vorausgegangen ist und sagen wir 2017 einfach öfters JA! YES! GO! DO IT!



Ein Experiment mit der Zeit

Reflexion Posted on Sa, Juli 16, 2016 18:01:17

Eines Tages wurde ein alter Professor der französischen Schule für
Verwaltung gebeten, für eine Gruppe von etwa fünfzehn Chefs
großer nordamerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über
sinnvolle Zeitplanung zu halten. Dieser Kurs war einer von fünf
Stationen ihres eintägigen Lehrgangs. Der Professor hatte daher
nur eine Stunde Zeit, sein Wissen zu vermitteln.

Zuerst betrachtete der Professor in aller Ruhe einen nach dem
anderen – sie waren bereit, alles was der Fachmann ihnen
beibringen wollte, gewissenhaft zu notieren. Danach verkündete
er: „Wir werden ein kleines Experiment durchführen.“

Der Professor zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult
hervor, das ihn von seinen Schülern trennte und stellte ihn
vorsichtig vor sich. Dann holte er etwa ein Dutzend Kieselsteine,
etwa so groß wie Tennisbälle, hervor und legte sie sorgfältig,
einen nach dem anderen, in den großen Krug. Als der Krug bis an
den Rand voll war und kein weiterer Kieselstein mehr darin Platz
hatte, blickte er langsam auf und fragte seine Schüler: „Ist der
Krug voll?“ Und alle antworteten „Ja.“ Er wartete ein paar
Sekunden ab und fragte seine Schüler: „Wirklich?“

Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte
einen mit Kies gefüllten Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den
Kies über die großen Kieselsteine. Der Kies verteilte sich zwischen
den großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Krugs. Der
Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: „Ist dieser
Krug voll?“

Dieses Mal begannen seine schlauen Schüler, seine Darbietung zu verstehen. Einer von ihnen
antwortete: „Wahrscheinlich nicht!“ „Gut!“ antwortete der Professor. Er verschwand wieder unter
seinem Pult und diesmal holte er einen Eimer Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den
Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies auf.

Wieder fragte er: „Ist dieses Gefäß voll?“ Dieses Mal antworteten seine schlauen Schüler
ohne zu zögern im Chor: „Nein!“ „Gut!“ antwortete der Professor. Und als hätten seine
wunderbaren Schüler nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult
stand, und füllte den Krug bis an den Rand. Dann blickte er auf und fragte seine Schüler.

„Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?“ Der Kühnste unter seinen Schülern –
nicht dumm – dachte an das Thema des Kurses und antwortete: „Daraus lernen wir, dass, selbst
wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon bis an den Rand voll ist, wir, wenn wir es wirklich
wollen, immer noch einen Termin oder andere Dinge, die zu erledigen sind, einschieben können.

„Nein“, antwortete der Professor, „darum geht es nicht. Was wir wirklich aus diesem
Experiment lernen können ist folgendes: wenn man die großen Kieselsteine nicht als
erstes in den Krug legt, werden sie später niemals alle hinein passen.“
Es folgte ein
Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der Professor Recht hatte. Dann fragte
er: „Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine? Eure Gesundheit? Eure Familie? Eure
Freunde? Die Realisierung eurer Träume? Das zu tun, was euch Spaß macht? Dazuzulernen? Eine
Sache verteidigen? Entspannung? Sich Zeit nehmen? … Oder etwas ganz anderes?

Was wirklich wichtig ist, ist dass man die großen Kieselsteine in seinem Leben an die erste Stelle
setzt. Wenn nicht, läuft man Gefahr, es nicht zu meistern … sein Leben. Wenn man zuallererst
auf Kleinigkeiten achtet (der Kies, der Sand), verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat
nicht mehr genug Zeit für die wichtigen Dinge in seinem Leben. Deshalb vergesst nicht, euch
selbst die Frage zu stellen: „Was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben?“ Dann legt
diese zuerst in euren Krug des Lebens.“

Mit einem freundlichen Wink verabschiedet sich der alte Professor von seinem Publikum und
verließ langsam den Saal.

Genießen Sie den Sommer, Ihre freien Tage, Ihre Zeit für Muße.

mw



Führungsaufgabe – Delegieren

Führungsstil Posted on Sa, Juli 16, 2016 17:42:55


„Aufgaben delegieren heißt:

Nicht mehr Personen und Tätigkeiten zu überwachen,

sondern Ergebnisse!“
(Malcolm S. Forbes)

Als Führungskraft mangelt es Ihnen sicher nicht an Aufgaben, an Terminen, an Verantwortung für das Team und dessen Performance, an Leistungsdruck und an Zeit. Wie sieht Ihr persönliches Verhältnis von Führungstätigkeit und operativen Aufgaben aus? Erledigen Sie die Aufgaben Ihrer
Mitarbeiter? Oder Delegieren Sie schon?

Delegieren zählt neben Mitarbeiter auswählen, beurteilen, fördern; Ziele vereinbaren; Planen lassen; Anstoß zur Problemfindung; Entscheiden (lassen); Koordinieren, Organisieren;Informieren; Motivieren; Reifegradspezifisch kontrollieren zu den wichtigsten Führungsaufgaben.
.. und doch fällt es vielen schwer, Frauen oft schwerer als Männern in Führungspositionen.

Delegieren heißt wörtlich „Übertragen“.
Doch welche Aufgaben können delegiert werden?

1. Jede Aufgabe, die Mitarbeiter wahrnehmen können. Bedenken Sie die kritischen Worte Henry Fords zu einem leitenden Angestellten: „Ich sollte Sie entlassen. Sie
vergeuden mein Geld mit Tätigkeiten, die ein Mitarbeiter mit einem Drittel ihres Gehaltes
genau so gut erledigen kann.“
– Auch in Zeiten knapper Personalressourcen hat diese
Aussage noch Gültigkeit!

2. Die zu dieser Aufgabe erforderliche Kompetenz, die der Mitarbeiter benötigt, um die
Aufgabe selbständig bewältigen zu können. Übertragen Sie die Kompetenz nicht, räumen
Sie dem Mitarbeiter nicht eine gewisse Entscheidungsfreiheit ein, wird der Mitarbeiter die
Aufgabe über kurz oder lang wieder an Sie „zurück“-delegieren.

3. Die der Aufgabe und Kompetenz entsprechende Verantwortung.
Die Handlungsmaxime lautet: „Jedes Mal, wenn einem Manager seine Arbeit routiniert von der Hand geht, sollte er sie schleunigst delegieren!“

Warum delegieren, wenn man es selbst schneller, besser, mit dem „richtigen“ Ergebnis machen
kann?

1. Führungskräfte sind keine Spezialisten, sondern Universalisten!
Auch wenn viele Karrieremodelle noch immer den besten Spezialisten zur Führungskraft machen
wollen, findet in fortschrittlichen Unternehmen bereits ein Umdenken statt und Spezialisten-
karrieren werden möglich.
Halten Sie sich frei für Führungsaufgaben, frei von Routine-, Detail- und Spezialistenaufgaben
und verwechseln Sie Delegieren nicht mit autoritätsminderndem Abschieben von Aufgaben.

2. Jeder Mitarbeiter braucht sein eigenes, selbstverantwortliches Aufgabengebiet.Nur Eigenverantwortung macht auf lange Sicht zufrieden und bindet Mitarbeiter.

3. Je tiefer in der Hierarchie eine Aufgabe erledigt wird, desto kostengünstiger für das Unternehmen.Delegieren ist eng mit Organisieren und Koordinieren verbunden. Die delegierten Aufgabenbereiche müssen untereinander durch Regelungen von Sachprozessen und menschlichen
Beziehungen abgestimmt und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sein. Vorsicht vor
Kompetenzstreitigkeiten und Ressortegoismus! Klare Entscheidungen – klare Kommunikation!

Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will,

muss genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben
den richtigen Leuten zu übertragen,
und genügend
Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.

(Theodore Roosevelt)

Erfolgreich Delegieren – wie?

1. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und delegieren Sie anspruchsvolle Aufgaben nicht zwischen Tür und Angel.

2. Verdeutlichen Sie die Fakten: Bis wann soll die Aufgabe mit welchem Ergebnis erledigt sein? Welche Entscheidungsbefugnis hat der Mitarbeiter? Welche Zwischenberichte sind in welcher Form erforderlich? Wann gilt das Vier-Augen-Prinzip?

3. Welche Kompetenzen sind mit der Aufgabe verbunden? Wie wird diese Veränderung im Team / Unternehmen / beim Kunden kommuniziert?

4. Unterscheiden Sie das „WAS“ und das „WIE“ der Aufgabe: Nur wenn der Mitarbeiter die Verantwortung für den Arbeitsprozess behält, bleibt die Motivation erhalten. – Dies
schließt aber „Best Practice“ und Hinweis auf Probleme nicht aus. Hier scheitern oft
weibliche Führungskräfte, die aus dem Team befördert wurden und für sich „die beste
Methode zur Bewältigung der Aufgabe“ patentiert haben. – Auch ein Thema für die
Partnerschaft und die Aufgabenverteilung im Haushalt: Männer machen manche Dinge
anders, kommen aber zu einem vergleichbaren Ergebnis. Punkt!

5. Delegieren Sie konsequent! Stehen Sie bei Fragen, Problemen und Überforderung der
Mitarbeiter zur Verfügung und belassen Sie die Verantwortung beim Mitarbeiter!

6. Geben Sie offene und ehrliche Rückmeldung in einem persönlichen Gespräch.

Delegieren kostet im ersten Schritt zwar mehr Zeit, entlastet aber langfristig Ihren
Terminkalender und macht Sie zur entspannteren und hochgeschätzten Führungskraft.

mw



Summertime and the living is easy – Spielerische Reflexion

Allgemein Posted on Sa, Juli 16, 2016 17:08:33


One of these mornings

You’re going to rise up singing

Then you’ll spread your wings

And you’ll take to the sky

(Summertime – George Gershwin)

Sommerzeit – Urlaubszeit – Zeit für Kontemplation

All jenen, die eine Reise zum ICH nicht am Jakobsweg oder im
Kloster verbringen wollen, lege ich unten stehenden Fragebogen
ans Herz. Er soll einerseits persönliche Reflexion bieten,
andererseits lädt er zum näheren Kennenlernen seiner Familie,
Freunde, Urlaubsbekanntschaften ein und er war bereits zu Zeiten
Marcel Prousts als Gesellschaftsspiel sehr populär.

Ob Sie ihn nun spontan als Frage-Antwort-Spiel einsetzen oder in
aller Ruhe über Ihre Antworten nachdenken und sinnieren wollen
– die Beschäftigung mit diesen Fragen ist ein wunderbarer Einstieg
in einen erholsamen Sommer.

Fragen, die Sie sich nicht nur einmal im Leben gestellt haben sollten:

Was ist für Sie das größte Unglück?
Wo möchten Sie leben?
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Ihre liebsten Romanhelden?
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Ihr Lieblingsmaler?
Ihr Lieblingskomponist?
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Ihre Lieblingstugend?
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Ihr Hauptcharakterzug?
Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
Ihr größter Fehler?
Ihr Traum vom Glück?
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Was möchten Sie sein?
Ihre Lieblingsfarbe?
Ihre Lieblingsblume?
Ihr Lieblingsvogel?
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Ihre Helden der Wirklichkeit?
Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Ihre Lieblingsnamen?
Was verabscheuen Sie am meisten?
Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Wie möchten Sie sterben?
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Ihr Motto?

Fragebogen zum download



Körper – Geist – Seele – Gesundheits-Check aus systemischer Sicht.

Allgemein Posted on Sa, Juli 16, 2016 16:52:09

In einer Welt, in der jugendliche Schönheit, strahlende
Manneskraft und Fitness bis ins hohe Alter ein MUSS sind, haben
Schönheitschirurgen, die Pharmaindustrie und Hightech-Mediziner
Hochbetrieb.

Selbst der Begriff „Alter“ hat sich verändert: Nicht nur, dass wir
diesen Begriff tabuisieren – wir habe ganz moderne Begriffe wie
„Best Ager“, „50+“, „60++“ kreiert –, auch den damit
verbundenen Inhalten wie „Weisheit“, „Gelassenheit“, „Seniorität“
sind neue Anforderungen gewichen. Sind wir angekommen in der „Schönen neuen Welt“ Aldous
Huxleys? Reicht es, uns Medizinern und Pharmaindustrie
auszuliefern um vom Bürgermeister zum 100. Geburtstag
beglückwunscht zu werden?

Das System Körper – Geist – Seele und damit das System Medizin
ist „keine exakte Wissenschaft“ erklärte mir vor Jahren
vertrauensvoll meine Ärztin, „bei Jedem ist es anders.“ Und jeder Arzt wird bestätigen, dass die mentale Stärke eines
Menschen und seine positive oder negative Einstellung zum Leben
wesentlich zu seiner Gesundheit beitragen.

Einen Schritt weiter geht die Psychosomatik, die den
Zusammenhang von körperlichen Symptomen und seelischen
Nöten und Verletzungen erkannt hat. Hinter Körpersymptomen liegen also im Verborgenen Botschaften unserer Seele. Ich kennen
keinen Menschen, der – so fit und gesund er auch sein mag – nicht eine Schwachstelle im Körper
hat, die bei Stress, Überanstrengung oder Überforderung prompt und zuverlässig reagiert. Der Volksmund hat zu diesen Symptomen oft eine passende Redewendung, wie: „Da liegt ihm
etwas schwer im Magen“, „Das geht ihr unter die Haut“, „Da kommt einem ja die Galle hoch.“

Medikamente können die Symptome zwar behandeln, geheilt wird die Ursache nicht. Und dies
führt zu einem Teufelskreis: Die medikamentöse Dosis muss laufend erhöht werden, um das
Symptom im Griff zu haben, die Wirkstoffe verursachen Nebenwirkungen, die weitere
Körpersymptome nach sich ziehen.

Oft wissen wir genau, welche Botschaft uns die Allergie oder die Halsschmerzen aufzeigen wollen,
wodurch die Schlafstörungen entstanden sind, warum wir von den krankmachenden
Gewohnheiten nicht loskommen. Doch das kognitive Wissen allein reicht für eine wirkungsvolle
Veränderung meist nicht aus.

Kristine Alex hat sich in den letzten Jahren intensiv als Aufstellerin mit Körpersymptomen
beschäftigt. Die Methode der systemischen Aufstellung kann „der Seele in Not eine Sprache
geben“ und fordert gleichzeitig eines: Verantwortung für seinen Körper und seine Gesundheit zu
übernehmen. Erst dann sind Gesundung und Heilung möglich – aus eigener Kraft oder nach
eigener Entscheidung für die passende medizinsche Unterstützung.

Eine ehrliche Reflexion der Symptomgeschichte ist der Anfang des Gesundungsprozesses:
Sich bewusst werden, was ist – Annehmen, was ist – Entscheidung zur Veränderung treffen. Wie der beste Lehrer seine Schüler nicht weise machen kann, so kann der Mediziner seine
Patienten nicht von sich aus heilen. Es erfordert eine klare Entscheidung des Patienten und das
Übernehmen der Verantwortung für sich Selbst. In diesem Sinne ein Spruch Salomons aus dem Alten Testament:


„Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein zerschlagener Geist vertrocknet das Gebein.“

mw



Prüfungsangst wegwinken? Bestandene Abschlussprüfung dank wingwave!

Leistungssteigerung Posted on Sa, Juli 16, 2016 16:42:13

Prüfungssituationen sind Ausnahmesituationen.
Meist steigt der Stresspegel schon Wochen vor dem eigentlichen
Termin. Trotz guter Vorbereitung flattern die Nerven, nächtelange
Schlafstörungen und die unbezwingbare Angst vor dem Blackout
während der Prüfung, vor dem Verstummen oder Stottern.

Mit der wingwave-Coachingmethode gelingt es, diese Angst und die damit verbunden Blockaden
in den Griff zu kriegen. Die Kombination von Kinesiologischem Ringtest und R.E.M. (Rapid Eye Movement)-Simulation im
Wachzustand bewirken, dass die Stressmomente rasch identifiziert werden können und durch das
Winken vor den Augen des Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes weg gewunken werden.

Von der sensationellen Wirkung möchte ich Ihnen anhand eines Falles im letzten Herbst
berichten:
Ein junger Mann stand vor seiner Lehrabschlussprüfung als Buchhalter. Seine Zeugnisse immer
mit Auszeichnung zählte er zu den Klassenbesten in der Berufsschule, trotzdem war er vor
Prüfungen immer so aufgeregt, dass er bereits Tage vorher unter heftigen Bauchschmerzen und
Nächte vorher unter Schlaflosigkeit litt. Seine Ausbilderin schickte den jungen Mann zu mir und bat mich, ihn mental auf die Prüfung
vorzubereiten. Sie befürchtete, er würde bei der Prüfung so aufgeregt sein, dass er sich alles
verderben würde.

In der Coaching-Sitzung: Schon in der gedanklichen Vorstellung an die Prüfung verschlug es dem
jungen Mann die Sprache, seine Hände fingen an zu schwitzen, sein Gesicht spiegelte reine
Angst. Mit dem kinesiologischen Ringtest stellten wir fest, dass die mündliche Prüfung angstbesetzter
war als die schriftliche. Bereits nach der ersten Wink-Sequenz entspannte sich der junge Mann
merklich. Trotzdem empfand er sofort Bauchschmerzen, wenn er nur an den Prüfungstermin
dachte.

Es zeigte sich in weiteren kinesiologischen Testungen, dass die Ursache in der Vergangenheit zu
suchen sei: im Alter von fünf Jahren. Der junge Mann blickte mich erstaunt an und konnte keinen
Zusammenhang herstellen. Nach kurzer Überlegung meinte er, er musste mit fünf Jahren in die
Vorschule gehen und wollte überhaupt nicht. Aber seine Eltern haben ihn trotzdem geschickt, alle
anderen Kinder waren bereits sechs Jahre alt. Eine Wink-Sequenz brachte eine deutliche
Erleichterung, aber irgendetwas war noch da: Der Körper zeigte Stress bei den Emotionen Angst
und Wut.

Der junge Mann erinnerte sich weiter, dass er den Weg in die Vorschule immer alleine
zurücklegen musste, es waren ja nur wenige Minuten – die offenbar einem Fünfjährigen doch
Angst einflössten. Sofort wurde diese erinnerte Emotion bewunken, der junge Mann konnte das
erste Mal lächeln. Nun konnte er sich die Wut auf seine Eltern eingestehen, die er damals als
Fünfjähriger empfunden hatte. Auch diese Emotion schickten wir durch Winken vor seinen Augen
in die Verarbeitung.
Der abschließende Ringtest zeigte, dass weder der Prüfungstermin, noch die schriftliche oder
mündliche Prüfung dem jungen Mann Stress verursachten. Mit entspanntem Gesichtsausdruck
verließ er die Coachingsitzung und bestand einige Wochen später mit Auszeichnung seine
Lehrabschlussprüfung.

Für mich zeigt dieser Fall, dass innere Blockaden uns trotz intensiver Bemühungen
daran hindern erfolgreich zu sein und dass diese Blockaden nicht ursächlich mit
dem Ereignis in Verbindung gebracht werden können und daher auf kognitiver
Ebene nicht gelöst werden.

Die wingwave-Methode bietet die Möglichkeit in kurzer Zeit seinen Blockaden auf die Spur zu
kommen, sie im Wachzustand in die Bearbeitung ans Gehirn zu schicken und sich davon zu
befreien.

Besonders unterstützend ist wingwave bei Prüfungsangst und Lernstress, Präsentations- und
Auftrittsstress, für Sportler in der Vorbereitung von Wettkämpfen und Turnieren.

Mehr Informationen auch unter: www.wingwave.com

Mit wingwave kriegen Sie Ihre Emotionen in den Griff.

Mit winkenden Grüßen

Martina Wirth